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Tannenbusch

Am Sonntag gab es nur einen Auftritt, nämlich in Tannenbusch im Schützenhof. Bevor wir aufgetreten sind war eine Wesselinger Gruppe von Fahnenschwenkern auf der Bühne, was ich mir sehr genau angesehen habe. Allerdings sind die Fahnen, die sie benutzen, etwas ganz anderes als die Sturmfahne, die ich trage: Die Stiele sind kürzer und sind an beiden Enden austariert, so dass man sehr viel gezielter werfen und fangen kann. Werfen ist bei der Sturmfahne nicht wirklich machbar.
Da einer der Stadtsoldaten noch vom Vortrag etwas schwächelte musste ich nicht nur die Fahne tragen sondern mittanzen. Hat trotz der extrem  kleinen Bühne sehr gut geklappt. Beim Schwenken allerdings ist mir ein lustiger Fauxpas passiert: Statt die Fahne nach vorne zu schwenken habe ich das so gemacht, dass der Kommandant verdeckt war. Erst als mir unsere Tanzlehrerin Marion per Handzeichen klar gemacht hat, dass das Scheisse aussieht, habe ich das geändert. Nunja...
Nach uns war, wie schon am Tag zuvor in der Beethovenhalle, das Bonner Prinzenpaar da. Ich hätte die Gelegenheit gehabt, das Banner der Equipe zu stehlen, habe das aber nicht gemacht. Der Preis eines solchen Fanges wird normalerweise zwischen den Kommandanten geklärt und in dem Fall hätte es bestimmt eine Menge Bier gegeben :)
Nach einem kurzen Intermezzo bei Jens (bei dem das Foto weiter unten entstand) bin ich abends dann wieder in die Rheinbrücke gegangen. Im Brückenforum war wieder eine Mädchensitzung, so dass die Rheinbrücke voller jecker Frauen und Mädchen war. Ich hatte eine Menge Spass und eine Menge Kölsch und bin dann als einer der letzten Gäste gegen 1 Uhr aus dem Laden rausgetorkelt.
Nächste Woche wird Willi wieder da sein und die Fahne tragen. Das heisst ich werde wohl doch nicht die ganze Session an der Fahne sein. Schade eigentlich, weil das eigentlich doch ganz cool ist. Aber letztendlich egal, ich habe so oder so meinen Spass bei den Beueler Stadtsoldaten ...

Beethovenhalle in Bonn

Auf dem Weg in die Beethovenhalle waren fast alle aufgeregt. Die Probleme beim Werfen während des Mariechentanzes und auch die allgemeine Unruhe vor dem Auftritt wurde mit jedem Meter in Richtung Beethoven sorgten für eine Stimmung die zwar sehr gut und leicht überdreht war, aber einige, inklusive mir, waren sehr blass.
Ich war ja noch nie vorher in der Beethovenhalle und habe mir sonstwas vorgestellt. Die ist schon gross, keine Frage, aber dann eben doch nur gross für Bonner Verhältnisse. Das hat mich aber letztendlich auch nicht wirklich beruhigt. Wir mussten eine Weile warten, weil wir die erste Gruppe nach der Pause waren, und im Foyer war ein totales Wuhling. Die Veranstaltung wurde von der Bonner Ehrengarde durchgeführt und war mit ca. 2000 Leuten gut besucht.
Ich bin wie aufgezogen hin und her gelaufen und war sehr froh, als es endlich losging. Wir sind rein in die Halle und ich fing an die Strumfahne zu schwenken was das Zeug hielt. Leider hat sie sich beim Einzug (und später beim Auszug nochmal) verwickelt, so dass ich daran rumfummeln musste, damit es nicht bescheuert aussieht. Wenn ich das mit etwas Abstand betrachte ist das vermutlich niemandem aufgefallen, aber das ändert ja nichts daran, dass das meine Aufregung nicht grade vermindert hat.
Auf der Bühne dann lief alles gut, ja eigentlich sogar fantastisch. Die Tänze klappten, der Wurf klappte und das Mariechen kam in den Handsitz ohne Probleme. Danach der Kadettentanz hat auch super geklappt, ebenso wie meine Geschwenke während des Schunkelns.
Dann gab es die obligatorischen Orden, wobei der Ehrengardist doch ganz schön verpeilt war und es irgendwie nicht schaffte, die Orden ordentlich zu verleihen. Er verlierte sogar ein paar Orden auf der Bühne ohne es zu merken. Wir sind wieder raus aus der Halle und als es vorbei war hatte ich so ein Gefühl, das ich schon lange nicht mehr hatte, eine Mischung aus Erschöpfung und Glück. Mehrfach kamen Ehrengardisten zu mir um sich für den tollen Auftritt zu bedanken.
Ich bin danach kurz in Zeughaus gefahren um meinen Hut abzugeben und wieder zurück auf den Geburtstag zu fahren, wo es ein fantastisches Buffet und Freibier gab.
Dieser Samstag war jedenfalls anstrengend aber echt mal toll, genau so, wie man das haben will. Was nur schade ist ist der Fakt, dass ich auf der Bühne nie Fotos machen kann...

Niederholtdorf, Dämmerschoppen und Villich-Müldorf

Als Nächstes ging es nach Niederholtdorf zu einem Getränkehändler (Kempe). Wir sind dort auf dem Hof aufmarschiert. Wäscherprinzessin und Obermöhn waren auch da und ich wollte es besonders toll machen und zum Einmarsch wieder die Fahne schwenken. War ein totaler FAIL: Es war total windig und ich hatte keinerlei Kontrolle darüber, wie die Fahne sich bewegte. Auf dem Hof wurde nur gewibbelt und der Beuele Jung getanzt, bei dem in diesem Fall auf der einen Seite die Infanterie stand, auf der anderen Seite die Goldträger. Danach gab es Kölsch und Wurst im Brot und dann direkt zurück ins Zeughaus zum "Mariechen Dämmerschoppen", einer internen Veranstaltung, bei der sich die Tanzpaare bei dem Corps bedanken. Es gab Gulaschsuppe, Fleischwurst-Stücke, Käsewürfel und Kölsch. Die Infanterie und die Kadetten übten noch mal die Tänze für die Beethovenhalle. Bei den Würfen ging es allerdings schief: Das Mariechen kam bei fast allen Versuchen nicht in den Handsitz zurück. Die Proben wurden davor immer mit dem anderen Mariechen Sandra gemacht, und Nadine ist sehr viel kleiner und leichter. Der Kommandant gab danach noch eine kleine Ansprache, denn alle waren sichtlich nervös vor dem grossen Auftritt.
Nach knapp 2 Stunden dämmern fuhren wir zum 40. Geburtstag von Michael, einem der Reiter, nach Villich-Müldorf. Im dortigen Pfarrheim wurde wieder der Beuele Jung getanzt und gewibbelt (welch Überraschung). Dann zurück in den Bus und zur Beethovenhalle ...

Auftritt in Hennef

Samstag gab es einige Auftritte, die wir zu bewältigen hatten. Darunter auch einen, wegen dem es einiges an Aufregung gab. Aber der Reihe nach.
Gegen 14 Uhr sind wir nach Hennef gefahren und haben dort den Hennefer Prinzen auf die Bühne begleitet. Ich habe beim Einmarsch versucht die Fahne zu schwenken, was auch ganz gut klappte. Ich hätte allerdings fast einem der Zuschauer die Fahnen ins Gesicht gehauen. Ist wirklich viel weniger trivial als es aussehen mag, zumal ich die Fahne fast mit gestreckten Armen schwenken muss, damit das geht ohne einem der Stadtsoldaten das Teil immer for den Kopf zu hauen. Es klappte jedenfalls ganz gut und so habe ich auch während des Schunkelns die Fahne auf der Bühne geschwenkt.
Fahne tragen ist langweilig, aber Fahne schwenken macht richtig Spass finde ich :)

Siegburg Alaaf!

Freitag hatten wir nur einen Termin in Siegburg, im Pfarrheim St. Anno. Wir mussten etwa eine Stunde im kalten vor der Tür warten, da dieser Auftritt eine Überraschung sein sollte. Werner (Kaschke) hat mir in der Zwischenzeit gezeigt, wie ich die Fahne schwenken soll, wenn wir in einem grossen Saal auftreten. 
Nach einer Stunde war ich echt heftig durchgefroren, aber dann ging es endlich los. Wie ich mitbekam wurde grade das Ende der Veranstaltung angesagt und nicht nur das: Es ist wohl überhaupt das letzte Mal gewesen, dass dort eine Karnevalssitzung stattfand. Die Veranstalter haben das 20 Jahre gemacht und sind dazu nicht mehr in der Lage. Wir marschierten also auf. Saal und Bühne waren sehr klein, und wir waren wohl fast so viele Stadtsoldaten wie Publikum. Überhaupt das Publikum: Die gingen echt mal total ab, und als wir dann auf der Bühne waren kam die Sitzungsleiterin und war sehr gerührt. Sie begann zu weinen, als sie den Orden überreicht bekam.
Ich fand diesen Auftritt wirklich toll: Die Leute waren total begeistert und standen bei dem Auftritt auf Tischen und Stühlen. Das erlebt man wohl so nur auf solch kleinen Sitzungen ...
Reposted byscottytm scottytm
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